Misophonie Aktuell

Wenn Geräusche Wut auslösen – Informationen und Hilfe

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Hilfe für Betroffene und Angehörige

Misophonie, wörtlich „Hass auf Geräusche“, auch bekannt als Selective Sound Sensitivity Syndrome (4S), ist eine Form der verminderten Geräuschtoleranz gegen bestimmte Geräusche. Es wird angenommen, dass es sich um eine neurologische Störung handelt, charakterisiert durch negative Reaktionen auf bestimmte Geräusche, egal ob diese als laut oder leise wahrgenommen werden. Charakteristisch ist die Art der auftretenden Gefühle wie Wut und Ekel im Gegensatz zur Angst, die bei den meisten anderen psychischen Problemen eine Hauptrolle spielt.

Einige Forscher wie Thomas H. Dozier sagen, dass Misophonie durch klassische Konditionierung entsteht, an Stelle von einer Anomalie im Gehirn. Einige von Misophonie Betroffenen reagierten positiv auf Behandlungsverfahren, die Gegenkonditionierung beinhalteten, welche einen Prozess darstellt, die einen bedingten Reflex auflöst.

Zu vermeidende Behandlungsmethoden! Oft wird Misophonie durch Unkenntnis wie eine Angst- oder Zwangsstörung mit Expositionsverfahren behandelt bzw. es wird dringend empfohlen, den sogenannten Triggergeräuschen nicht auszuweichen. Das führt bei Misophonie zum gegenteiligen Effekt, denn jedes sich wiederholende Geräusch wird, wenn es während eines Triggers gehört wird, zu einem weiteren Trigger.